ERZHERZOG LUDWIG SALVATOR Der Prinz des Mittelmeeres

LUDWIG - SALVATOR - GESELLSCHAFT

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Zitate

Die folgenden Zitate Ludwig Salvators sind ausnahmslos seinen Werken entnommen und betreffen vornehmlich die Themen Natur, Schifffahrt, Meer und Mensch. Sie werden laufend ergänzt.

Über seine Werke:

„Viele werden sie (Anmerkung: gemeint sind seine „Sommerträumereien am Meeresufer“,1912) mit einem höhnischen Lächeln wegwerfen, manche fein fühlende Seele wird aber dadurch viel leicht zu ähnlichen Träumereien verlockt und dann werden sie ihren Zweck er füllt haben.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)

 

Zum Thema Mensch/en:

„Letzthin war die Sonne schon längst versunken und es dämmerte am Meere, die Sterne spiegelten sich mild ab auf seiner spiegelglatten Fläche. Wie kleinlich sind doch die Menschen mit allen ihren Streitigkeiten gegen diese Menge von Welten, von denen viele größer als die unsrige bewohnt sind, vielleicht von Wesen, die noch viel vollkommener sind als wir.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)

 

„Wie viele vorgefasste Meinungen, wie viele Vorurteile werden beim Kennen eines anderen Volkes, beim Leben in seinem Lande abgestreift. Ich behaupte, daß, wenn sich die einzelnen Völker besser kennten, sie sich auch nicht anfeinden würden.“

(aus „Einiges über Weltausstellungen“, 1911)

 

„Während meines Aufenthaltes auf Helgoland fuhr ich gerne mit den Fischern aufs Meer hinaus; die Gesellschaft jener einfachen Menschen ist einem viel angenehmer, ich möchte sagen auch lehrreicher, als die mancher Gebildeten.“

(aus „Helgoland“, 1890)


„Es gibt auf der Welt so viele Menschen, die sich für wichtig erachten und doch unbemerkt von der großen Menge dahinziehen, wie hier der einsame Segler.  Je mehr man die Welt kennt, um so mehr überzeugt man sich, wie gering man ist, wenige hervorragende Menschen ausgenommen, die eine tiefe Furche auf dem Weltmeer zurücklassen. Die Spur der meisten verschwindet mit derselben Raschheit, mit welcher eine Welle die andere treibt. Menschen, die in einem Lande als groß und hervorragend gelten, sind im anderen Lande ganz unbekannt und es gibt Menschen, die töricht eitel sind, zu glauben, daß sich ein  jeder mit ihnen beschäftigt.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)


„Viele Menschen glauben, man müsse immer arbeiten, um etwas zu leisten. Die Orientalen verstehen mehr das Träumen als andere, denn ihr Kef ist häufig ein tiefes Nachdenken, ein Ergründen von Dingen, auf die einer, der weniger denkt, gar nicht kommen dürfte. Und doch wird der Franke auf sie verwerflich blicken und sagen, sie arbeiten nicht.*

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)

 

„Manchmal dachte ich so nach und auf liebe Bekannte; aber ich war allein, denn in dem Maße, wie die Menschen älter werden, ist es schwieriger, daß sie miteinander bekannt werden. Hauptsächlich weil sie weniger offenherzig sind; sie zeigen sich mehr so, wie sie sein sollten, als so, wie sie wirklich sind. Ein Fehler, der in der Jugend vielleicht, weil von dem anderen besessen, kein Grund der Abstoßung, sondern vielIeicht sogar der Annäherung wäre, wird gleich als etwas trennendes betrachtet. Denn das Urteil ist strenger; und sollte man selbst den gleichen  Fehler auch haben, so will man es nicht gestehen. Auch bildet sich die Anhänglichkeit schwieriger, braucht längere Zeit, deswegen ist es notwendig, bevor man von jemandem sagen könne, daß man ihn kenne, daß Jahre, ja Jahrzehnte vergehen. Manchmal wird man das ganze Leben nebeneinander traben, ohne sich gegenseitig kennen zu lernen. Dies hängt auch von dem Umstande ab, daß man, um sich kennen zu lernen, besondere Verhältnisse braucht. In dem alltäglichen Einerlei wird man sich nicht kennen lernen und dieses wird, ohne besondere Umstände manchmal Jahre lang dauern. Eine Kleinigkeit sagt manchmal mehr in einer Minute, wie ein Jahrzehnte langes Zusammenleben.“

(aus „Lieder der Bäume“, 1914)

 

Vielleicht trägt das Büchlein dazu bei, die Aufmerksamkeit der Auswanderer dahin zu lenken, wo es ihnen gegönnt ist, sich ein friedliches und angenehmes Heim zu schaffen.“

(aus „Eine Blume aus dem goldenen Land oder Los Angeles“, 1878)

 

„Sonderbarer Weise beschäftigen sich die Menschen am meisten mit den Thaten derjenigen, die ihnen Schaden zufügten. Die Geschichte derselben wird nach allen Arten und Richtungen hin geschrieben und mit Gier gelesen. Falschen Gelehrten, welche durch ihre irrigen Lehren die Fackel des Glaubens in den jugendlichen Herzen erlöschten, Empörern, die ein ruhiges Land in Feuer und Flammen setzten, Eroberern, welche Hunderttausende zur Schlachtbank führten – ihnen wird ein Denkmal errichtet und mit grinsendem Lächeln blicken ihre ehernen Figuren vom hohen Marmorsockel auf die zu ihren Füssen wogende Menge, die blindlings neuen Zerstörern ihres Wohlergehens neue Statuen errichten wird. Um die Geschichte wohlthätiger Wesen, welche ihre Mitmenschen liebten, ihnen halfen, um die kümmert man sich kaum; ihre Stimme verhallt ungehört wie die der nützlichen Singvögel in der Waldesstille verklingt und verschwimmt in dem Meere der auf einander folgenden Menschenwogen. Wie einsame, aber wohlriechende Blümchen keimen sie auf, entfalten sich, verbreiten ihren himmlischen Duft und vergehen ungesehen und unbemerkt. Und doch, um wie viel veredelnder wäre es, wenn man sich gerade mit der schlichten Geschichte dieser segenbringenden Geschöpfe beschäftigen würde, wie viele Beispiele von Tugend, von Sanftmuth, von Opferwilligkeit könnte man aus ihrem Leben lesen und ihr bescheidener Name, den sie zu Lebzeiten nicht ausposaunten, würde im dankbaren Herzen der folgenden Generationen fortleben, die ihre Erinnerung segnen möchte und aus ihrem Lebenswandel nützliche Lehren schöpfen würde, um wiederum nach Thunlichkeit Gutes zu wirken.“

(aus „Catalina Homar“, 1905)

 

„Wie du sonst Einen, und vielleicht auch diesen kaum, erfreut hättest, erfreust du jetzt Tausende. Ich habe dabei ein, wie­ wohl unverdientes Selbstgefühl, ungefähr wie der Vater, der neben seiner in einem Institute erzogenen Tochter mit Stolz dahinwandelt; doch mit grösserem Selbstbewusstsein, denn was dort das Geld schuf, hat hier die Negation des Geldes geschaffen. Und so zahle ich gerne die theuere Zeche und reibe mir froh die Hände bei dem Gedanken, wie viel Geld ich erspart, und wie viel Gutes ich geschaffen habe.“

(aus „Lose Blätter aus Abazia“, 1886 – Anmerkung: Ludwig Salvator war im heutigen Opatija zweimal die „Villa Angiolina zum Kauf angeboten worden. Er entschied sich jedoch gegen den Kauf und freute sich, dass diese großartige,direkt an den Strand grenzende Anlage später für das Publikum geöffnet und zum sommerlichen Zentrum des öffentlichen Lebens in der Stadt wurde.)

 

Zum Thema Natur:

„Ich habe nie begreifen können, wie sich ein Mensch langweilen kann mitten in Gottes freier Natur; im kontemplativen Nichtsthun liegt doch ein Meer von Poesie.“

 

„Ein jeder lese im grossen Buche der Natur, das ist eine Lektüre, bei welcher man sich nicht die Augen anzustrengen hat, wie bei der Druckerschwärze, sondern nur Erholung und Genuss schöpfen wird. Sind es Eltern, denen das Bändchen in die Hände gerät, so mögen sie ihren Kindern gleich in den frühesten Jahren diese Liebe zur Natur und diese Freude an der geringsten Kleinigkeit in derselben einprägen, wie sie den Verfasser nie verliess, wie sie sich offenbart im Zittern eines Blattes in der Mittagsbrise, in dem Brechen einer Welle am Strande, im Flattern eines Schmetterlings oder im Summen einer Biene. Auf diese Weise werden Sie ihren Nachkommen das beste Mittel zur irdischen Zufriedenheit hinterlassen.“

(aus „Lose Blätter aus Abazia“, 1886)

 

„Viele Menschen denken nicht mit den eigenen Gedanken, sie bedürfen immer der Gedankenstütze anderer, eines Buches, einer Rede, ähnlich den Kletterpflanzen, welche einen Baum oder eine Wand benötigen, um sich zu entwickeln. Für diese wäre die beste Schule das Lesen im großen Buche der Natur, das einem offen steht und an dem so viele blind vorüberziehen, ohne zu bedenken, was sie aus demselben an Kenntnissen und Genuß schöpfen könnten. Mühsam werden schlecht gedruckte Bücher bei flatterndem Lampenlichte gelesen, wobei man sich die Augen verdirbt, oder die Treppen von Museen erklommen, um das zu sehen, was in der Natur treibend, lebend vorliegt und an dem gleichgültig vorübergezogen wird.Hat man sich aber diesen Kultus der Natur, der bei einigen angeboren, bei anderen erst anerzogen werden muß, angeeignet, so hat man einen Schatz gewonnen, den man überall mit sich führt und der uns bei jedem Schritt immer neue Freuden bereiten wird.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“,  1912)


„Viele glauben, daß sie sich, um ihre Tätigkeit zu entwickeln, immer nach außen offenbaren müssen, vergessen aber dabei die Entwicklung ihrer Tätigkeit nach innen zu richten, auf die Veredlung und Vervollkommnung ihres geistigen Wesens. Im Gewirre der äußeren Tatkraft vergessen sie das, was ihnen am allernächsten steht, sich selbst. Das kontemplative Leben wird als das Leben eines Faulenzers verspottet und die höchste Tätigkeit in der Veredlung seiner selbst verhöhnt. Dafür ist die Betrachtung der Natur, dieser großen, weiten Wunderwelt, die uns umgibt, um uns wirkt, lebt und webt, am geeignetsten, sie wird den Geist erhöhen und in der Überzeugung unserer Kleinlichkeit seelisch vervollkommnen, sie wird eine Quelle der Bewunderung für den Schöpfer sein, sich häufig in eine wahre Extase umwandeln und den göttlichen Funken unserer Seele entflammen.Und um diese herrlichen Bilder zu genießen, braucht man keine Kunstsammlungen reicher Herren, kein Museum einer Großstadt, überall stehen sie einem offen und genießbar, bei jedem Felsenufer der Welt. Es ist nur notwendig, daß man sie anzuschauen, sie zu schätzen und sie zu genießen lerne. Keine Kunst, wenn noch so vollkommen, vermag das wiederzugeben, was die Natur einem darbietet. Welche Etalage von Formen, welche Pracht von Farben, welche Mannigfaltigkeit sich vor dem erstaunten Auge entwickelt! Bedenke man nun, welcher Genuß einem jeden sich darbietet, der schon in seinen Kinderjahren dieser Wunderwelt des Meeres seine Aufmerksamkeit zu widmen beginnt. Keine Stunde wird ihm zu lang, mit wahrer Sehnsucht wird er am Ufer weilen, um den liebgewonnenen Geschöpfen nachzuspähen. Steigen seine Kenntnisse der Natur, so wird der Genuß damit auch steigen und das, was anfangs eine angenehme Zerstreuung war, wird in ihm zum Lebensstudium heranwachsen.“ 

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“,  1912)

 

„Die Betrachtung der Natur muß, richtig aufgefaßt, als ein Gebet angesehen werden, in welchem sich der Mensch vor dem Schöpfer all der Wunder demütig beugt. Denn, wie die arabischen Taleb sagen, ist jede Wissenschaft, welche nicht zur tieferen Erkenntnis Gottes führt, leer und zwecklos. Wie vieles bleibt uns unerklärbar und unergründlich bei unseren beschränkten Sinnen!“

 (aus „Sommerträumereien am Meeresufer“,  1912)

 

„Ich hasse überhaupt die Sucht, von der Natur erzwingen zu wollen, dass sie eine fremde Pflanze hervorbringe, welche dann nur kümmerlich aufkommt. Man pflanze solche Gewächse an, die wirklich gedeihen und man geniesst sie in ihrer Schönheit und Fülle.“

 

„Ein Gefühl der Wehmut ist es, welches die Betrachtung der Kastanienernte erweckt; es ist ja die letzte Frucht des Jahres, die nun eingeheimst wird, der Abschied von der schönen Sommerzeit tritt nahe heran. Unwillkürlich muss ich beim Anblick der Marroni stets an Frost und Kälte denken.“

 

„Man geniesse nur die Schönheit der Formen und Farben der Pflanzenwelt, freue sich des Anblicks am Morgen, wenn die Blumen ihre Kelche öffnen, und man wird mehr praktische Botanik lernen, als in manchem Lehrbuch. Vor Allem aber schone man sie, die lieben trauten Bekannten, man freue sich an ihrem Anblicke und denke, dass sich auch Andere daran ergötzen können. Was frommt es auch, wenn sie gepflückt sind? Bald sind sie verwelkt und vertrocknet, eine Mumie im Herbar, oder sie wandern mit Schmutz und Kehricht in den Staubkasten. Ich habe überhaupt einen Abscheu vor abgeschnittenen Blumen, sie haben für mich die Wirkung eines Cadavers, zum Studium zwar geeignet, aber sonst weg damit. Würde dieser Gedanke alle beseelen, dann würden die Blumen gar lange ihre Verehrer erfreuen.“

(aus „Lose Blätter aus Abazia“, 1886)

 

„Es gibt kein Buch, welches so lehrreich wäre, dessen Bilder so schön wären, wie das einfache Betrachten der Natur von Gottes schöner Schöpfung. Gebet, Belehrung, Erholung, Genuß, alles vereinigt sich darin. Man braucht dazu nicht vielleicht durch ihre Schönheit bevorzugte Gegenden aufzusuchen. Jede Gegend, mag sie noch so ärmlich aussehen, hat ihre Reize und Schätze, die man nur auszuforschen braucht. Pflanzen- und Tierwelt ist in ihrer Mannigfaltigkeit gleich anziehend; ob in der spärlichen Steppe oder im schwelgerischen Tropenlande, im Eismeere oder im warmen Golfstrome, überall sind gleiche Schätze zur Erforschung und Ergründung der Natur verschlossen. Die bescheidenen Lichene sind nicht minder anziehend wie die schlanken Palmen.Man muß sich im Betrachten nur Mühe geben, nichts soll dem spähenden Auge entgehen. Man wird sich nie sattsehen und immer Neues finden, dabei wird man sich nicht ermüden, denn eine solche Betrachtung ist ein Genuß.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)

 

„Die Ruhe der Natur wirkt auf mich belebend und stärkend, wie gerne möchte ich aus diesem Becher des stillen kontemplativen Meeresgenusses in vollen Zügen schlürfen! Aber der Dämon des Wandertriebes gönnt mir keine Rast! Hinaus führt er, hinaus in die Ferne, die mich mächtig anlockt. Wie viele Freunde, die mich erwarten! Welch süsses Wiedersehen nach Monaten – nach Jahren!“.

 

„Deswegen wirkt auch die Betrachtung der Natur so beruhigend auf das Gemüt, weil sie die natürliche Wiederkehr der Seele zum Schöpfer ist, die in ihrer Anbetung alle seine Wunder aufzählt. Deswegen haben schon von alters her Menschen, welche sich dem kontemplativen Leben widmeten, möglichst schöne Plätze ausgesucht, um durch die umgebende Natur schon mehr dazu angeregt zu werden. Auch die Wärme, welche beruhigend wirkt, treibt zum kontemplativen Leben.“ 

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“,  1912)

 

Man suche überhaupt in diesem bevorzugten Erdenwinkel nur Ruhe und Naturfreuden, lasse die Stunden ruhig dahinfliessen, das Herz voll Heiterkeit und Freude, und hebe nur den Blick zu Gott in ewiger Bewunderung für die Schöpfung und in Dankbarkeit für die Glückseligkeit des Augenblicks!

(aus „Lose Blätter aus Abazia“, 1886)

 

Zum Thema Meer/Schiff:

„Wind und Wellen brauche ich.“

(aus „Lose Blätter aus Abazia“, 1886″)

 

„Ein Schiff ist überhaupt wie eine selbständige kleine Welt; ähnlich einer ländlichen Heimstätte hat es obendrein den Vorteil, dass sich an dasselbe Erinnerungen knüpfen an die Gegenden, die es durchsegelte. Darum fortwandern, und immer reicher wird der Kranz der Erinnerungen. Das Schiff wird dann zum Kaleidoskop, durch welches sich in der Phantasie die tausendfältigen Bilder wiederholen. Es ist ein Landhaus, aber nicht mit abrutschenden Hängen, dem verwilderten Garten und den verdorrten Waldriesen, die man mit Wehmut fallen sieht, sondern ein Landhaus inmitten ewiger Jugend, denn nur das Meer bleibt auf unserem Erdball ewig jung, und noch dazu ein Haus, das man weiter bewegen kann, sobald man der genossenen Aussicht satt wurde.“

(aus „Lose Blätter aus Abbazia“, 1886)

 

„Das Meer stärkt, kräftigt und veredelt. Wie viele edle Gedanken hat das Meer nicht erweckt! Und selbst in seinen Gefahren liegt etwas Gutes, sie stählen den Charakter und bringen die Seele dem Schöpfer näher!“

(aus „Cannosa“, 1897)

 

„Welche Quelle des Sinnens und Nachdenkens bietet überhaupt dieses Zuschauen an der Meeresküste. Täte man nichts anderes, so hätte man schon daraus zum Nachdenken genug für das ganze Leben.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)


Zum Thema Orient:

„Ich habe mich häufig gewundert, mit wie wenig die Orientalen etwas zu schmücken wissem; dies liegt aber darin, dass das Schöne nur wenige einfache Linien und richtige Verhältnisse braucht.“

(aus „Bizerta und seine Zukunft“, 1881)

 

Zum Thema Kunst:

„Als Frucht der Naturbetrachtung ist auch die Kunst anzusehen, welche als Endziel die Darstellung des Schönen aus derselben innehat und in dieser Darstellung ist sozusagen die Verkörperung des Gebetes.“

(aus „Sommerträumereien am Meeresufer“, 1912)