Ludwig Salvator

ERZHERZOG LUDWIG SALVATOR Der Prinz des Mittelmeeres

LUDWIG - SALVATOR - GESELLSCHAFT

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Die österreichische Wissenschaft beforscht in zahlreichen Disziplinen Fragestellungen im Mittelmeerraum. Die Ludwig-Salvator-Gesellschaft wird in Zusammenarbeit mit der ÖAW und universitären Einrichtungen in den kommenden Monaten einen regelmäßig aktualisierten Überblick dieses Leistungsspektrums zur Verfügung stellen.

Österreichische Forschung

ARCHÄOLOGIE

Friedrich KRINZINGER (Hrsg.)

Die Ägäis und das westliche Mittelmeer – Beziehungen und Wechselwirkungen 8. bis 5. Jhdt. v. Chr.

ISBN 978-3-7001-2925-7
Print Edition – 560 Seiten, zahlr. Abb., 29,7x21cm, broschiert – € 144,76

Grabungstätigkeit, Surveys und neue theoretische Ansätze in der Forschung haben in den letzten Jahrzehnten sowohl in der Ägäis als auch im westlichen Mittelmeer unsere Kenntnisse über die Kulturen des Mittelmeerraumes zur Zeit der griechischen Kolonisation in vielen Details vermehrt. Austausch und Diskussion der Forschungsergebnisse aus beiden Regionen des Mittelmeeres war das Ziel eines Symposions, das im März 1999 in Wien unter dem Titel „Die Ägäis und das westliche Mittelmeer. Beziehungen und Wechsel- wirkungen 8.-5. Jahrhundert v.Chr.” abgehalten wurde. Dabei wurden die Auswirkungen der Ägäischen Kultur auf die Länder im Westen und eine etwaige Rückwirkung auf das griechische Mutterland untersucht. Die Publikation als Ergebnis des Symposions umfaßt 60 Beiträge, die sich mit Beeinflussung und Wechselwirkung kultureller Phänomene anhand von mehreren Themenschwer- punkten befassen. Probleme der Urbanistik, von Polis und Chora, von Heiligtümern und Kulten sowie der künst- lerischen Beziehungen zwischen der Ägäis und dem westlichen Mittelmeer, gegliedert nach Architektur, Plastik, Kunsthandwerk, Keramik und Malerei, wurden exemplarisch diskutiert. Die Kapitel zu Aspekten des Handels und zu Problemen der Kolonisation bilden den Abschluß. Jedes dieser Kapitel wird von einem Grundsatzreferat eingeleitet.Es folgen Spezialuntersuchungen sowie die Diskussion zu jedem Themenschwerpunkt,sodaß der vorliegende Band den aktuellen Forschungsstand widerspiegelt.

Early alphabetic writing in the ancient Near East: the ‘missing link’ from Tel Lachish

Felix Höflmayer, Haggai Misgav, Lyndelle Webster & Katharina Streit, Antiquity, 2021
DOI: https://doi.org/10.15184/aqy.2020.157

Archäologen des Österreichischen Archäologischen Instituts der Österreichischen Akademie der Wissenschaften , die in Israel arbeiten, haben ein frühes Beispiel des Alphabets aus der Bronzezeit gefunden, das hilft, eine Lücke in seiner frühen Geschichte zu schließen. Forscher hatten zuvor Hinweise darauf gefunden, dass sich das Alphabet um 1800 v. Chr. Auf der Sinai-Halbinsel entwickelte und sich schließlich um 1300 v. Chr. In der Levante ausbreitete. Von dort aus verbreitete es sich im gesamten Mittelmeerraum und entwickelte sich schließlich zum griechischen und lateinischen Alphabet.

Allerdings fehlten die Beweise zwischen der Entstehung des Alphabets im Sinai und seiner Ankunft in der Levante. Somit dient dieser neue Fund – eine Inschrift auf einer Tonscherbe aus der Zeit um 1450 v. Chr. – als wichtiges „fehlendes Glied“ für diese Lücke in der Geschichte des Alphabets.

Das griechische Befestigungswesen der archaischen Zeit. Entwicklungen – Formen – Funktionen

Oliver Hülden in Sonderschriften des Österreichischen Archäologischen Instituts, Bd. 59.) Wien, Holzhausen, 2020


PALÄONTOLOGIE

Non-indigenous molluscs in the Eastern Mediterranean have distinct traits and cannot replace historic ecosystem functioning: Jan Steger, Marija Bošnjak, Jonathan Belmaker, Bella S. Galil, Martin Zuschin & Paolo G. Albano (2021)

Unterschiedliche ökologische Nischen: Tropische Arten verändern die Funktionsweise der Ökosysteme im östlichen Mittelmeer tiefgreifend – mit kaum abschätzbaren Folgen. Gemeinschaften aus eingeschleppten tropischen Arten unterscheiden sich in ihren biologischen Eigenschaften deutlich von der heimischen Tierwelt im östlichen Mittelmeer, wie ein internationales Forscherteam um Jan Steger vom Institut für Paläontologie herausfand. Dadurch – und durch den fortschreitenden Kollaps mediterraner Arten – verändern sich die Flachwasser-Ökosysteme in der Region besonders tiefgreifend. Die Studie wurde im Fachjournal Global Ecology and Biogeography veröffentlicht.

 

BOTANIK

Durch die langjährigen Arbeit des Flora-Ionica-Projekts des Botanischen Instituts der Universität Wien wurde das besonders im 20. Jahrhundert aufbereitete Wissen um die Flora der Ionischen Inseln auf einer dynamischen Website der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Auf dieser finden sich Informationen zu jeder der rund 1900 derzeit bekannten Farn- und Blütenpflanzen der Ionischen Flora. Flora Ionica Working Group (2016 onwards): Flora Ionica – An inventory of ferns and flowering plants of the Ionian Islands (Greece). Published at https://floraionica.univie.ac.at