Ludwig Salvator

ERZHERZOG LUDWIG SALVATOR Der Prinz des Mittelmeeres

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ÜBERBLICK

DR. Carlo Marchesetti

17.1.1850 (Triest) – 1.4.1926.

 

Carlo von Marchesetti studierte an der Universität Wien Medizin. Nach kurzer ärztlicher Praxis  wandte er sich ab 1875 ganz der Botanik zu. Ab 1876 war er als Direktor des „Museo di storia naturale di Trieste“ tätig, ab 1903 Direktor des Botanischen Gartens in Triest, dessen Erneuerung auf ihn zurückgeht. 1901–21 war er Präsident der „Società adriatica di scienze naturali“. In seinen botanischen Arbeiten beschäftigte er sich insbesondere mit der Flora der Julischen Alpen, des österreichischen Küstenlandes – vor allem im Gebiet um Triest – und Dalmatiens. Forschungsreisen führten ihn durch große Teile Europas und Südasiens. Anfänglich stand er unter der Patronanz und dem Einfluß Tommasinis (1794–1879), des Klassikers in der Erforschung der Pflanzenwelt des adriat. Küstenlandes, den er als seinen Lehrer in der Botanik stets hoch verehrte. Außer der Botanik galt sein Interesse auch der Zoologie, der Geologie, Paläontologie und Prähistorie, wobei sich besonders seine Anregung zu Ausgrabungen bei S. Lucia di Tolmino, das noch heute zu den klassischen bronzezeitlichen Fundgebieten zählt, als sehr fruchtbar erwies. Im Hinterland von Triest entdeckte er Reste des Höhlenbären und altsteinzeitlicher Menschen. Alle diese Arbeiten machten Marchesetti – vielfach geehrt und ausgezeichnet –  zu einem der führenden italienischen Naturwissenschaftler seiner Zeit. Ihm zu Ehren wurde die von ihm bei Singapore entdeckte Algengattung Marchesettia Nauck benannt.

Ludwig Salvator lernte Carlo von Marchesetti im Rahmen seiner alljährlichen Sommeraufenthalte in Triest kennen und schätzen. Die beiden Männer blieben bis zum Tod des Erzherzogs in enger wissenschaftlicher und privater Beziehung.