ERZHERZOG LUDWIG SALVATOR Der Prinz des Mittelmeeres

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MONASTIR DE MIRAMAR

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Während seines zweiten Aufenthalts auf Mallorca erwarb Ludwig Salvator 1872 das Kernland  eines an der Nordwestküste der Insel gelegenes Territoriums zwischen den Orten Valldemossa und Deia, das „Miramar“ genannt wurde und auf dem sich die baufälligen Überreste einer im Jahr  1276 vom Minoritenmönch, Logiker und Philosophen Ramon Llull gegründete Klosteranlage („Monestir de Miramar“) befanden, in der einst Mönche die arabischer Sprache erlernten, um Missionstätigkeiten in nordafrikanischen Ländern zu entfalten. Der Erzherzog ließ den einzigen noch erhaltenen Flügel dieser Anlage renovieren und und zu seinem zukünftigen Wohnsitz umbauen. Weiters errichtete er eine Kapelle sowie zahlreiche kleine gemauerte Aussichtsplätze (Miradores), von denen aus der prachtvolle Ausblick auf das Meer und die wildromantische Landschaft genossen werden konnten. Zudem verfolgte er das Ziel, die umgebenden Ländereien, die einst Teil dieses Klosterbesitzes waren und zu dessen autarker Bewirtschaftung dienten, zu erwerben, um auch den „alten (religiösen) Kult“ in diesem Territorium wieder herzustellen. 

Eingebettet in das Weltkulturerbe der mallorquinischen „Serra de Tramuntana“, thront das „Landhaus“ des Erzherzogs auf schroff und teils steil gegen das Meer abfallenden, dicht mit Steineichen- und Kiefernwäldern begrünten Klippen. 

Ludwig Salvator verfasste die Führer „Was mancher wissen möchte“ und „Winke für den Besucher von Miramar“, um die Besucher seines Paradieses – und des wohl ersten öffentlich zugänglichen europäischen Nationalparks – mit der Geschichte und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Terrains vertraut zu machen.