ERZHERZOG LUDWIG SALVATOR Der Prinz des Mittelmeeres

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SON GALLARD

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Die drittgrößte, von Ludwig Salvator im Jahr 1896 erworbene Finca Son Gallard ist geschichtlich untrennbar mit der Beata Catalina Tomás, der einzigen mallorquinischen Heiligen, verbunden. Sie lebte dort als Vollwaise einige Jahre bei ihrem Onkel, bevor sie sich ganz dem spirituellen Leben als Nonne widmete. 

Catalina Tomàs i Gallard wurde 1521 in eine arme Familie aus Valldemossa geboren. Sie war die jüngste von sieben Geschwistern, die früh ihre Eltern verloren. Streng gläubig von ihrer Großmutter erzogen, rezitierte sie bereits in jungen Jahren Bibeltexte. Im Alter von 10 Jahren zog Catalina zu ihrem Onkel auf die Finca Son Gallard zwischen Valldemossa und Deià, wo sie in der Landwirtschaft arbeitete. Ihre Hingabe an die Religion erzeugte Konflikte mit ihrem Onkel, der sie verheiratet und nicht ihrem Wunsch gemäß im Kloster sehen wollte. Catalina durchlebte in Son Gallard eine schwierige Zeit, da ihre sehnlichsten Wünsche nicht respektiert wurden. Sie floh deshalb in die Wälder der Umgebung, wo sie Altäre baute und Olivenkerne als Geschenke und Zeichen der Hingabe platzierte. Dort soll sie Visionen von mehreren Heiligen gehabt haben, darunter der Katharina von Alexandria, des heiligen Bruno und des heiligen Antonius, die ihr eines Tages das Leben als Nonne versprachen. Durch Unterstützung des Mönchs Fray Antonio Castañeda, der ein ehemaliger Hauptmann der königlichen Armee war und nun als Einsiedler in der Einsiedelei von Miramar lebte, wurde die junge Catalina im Jahr 1552 schließlich im Kloster Santa Magdalena als Novizin aufgenommen. Nur ein Monat zuvor war ihre Großmutter bei einem Korsaren-Überfall in Valldemossa brutal getötet worden war. Catalina hatte während ihrer Zeit im Kloster weiterhin Visionen und ereigneten sich in ihrem Umfeld zahlreiche Wunder, die sie zu einer lokalen Berühmtheit machten. Sie starb drei Jahre nach ihrer letzten Vision zum Fest der Katharina von Alexandria im Alter von 43 Jahren. Nach mehr als 200 Jahren wurde sie am 12. August 1792 von Papst Pius VI. seliggesprochen und am 22. Juni 1930 von Papst Pius XI. heiliggesprochen.

Ihr ehemaliges Zimmer auf Son Gallard wurde zu ihrem Gedenken in eine Kapelle umgewandelt.